Am ersten Juni-Wochenende, an einem Freitag und Samstag, bauten wir die Grätzloase »SchuBli«. Das war unsere diesjährige Teamklausur. Damit entsteht ein Ort für das Grätzl und ein Platz, um 15 Jahre Schulterblick zu feiern. Merkt euch schon jetzt Freitag, den 18. September, vor.
Eine Einladung zum Austausch
„Was macht ihr da? Dürft ihr das überhaupt? Wer hat euch das erlaubt?“ – So fragten die ersten Passant:innen. Doch je weiter wir bauten, desto leiser wurden die kritischen Stimmen. Stattdessen hörten wir: „Schön bunt wird das! Schade, dass ihr das erst jetzt macht, jetzt, wo ich wegziehe! Oft sind die schönsten Orte in Höfen versteckt – Schön wenn etwas gebaut wird, das so präsent ist!“ Diese Veränderung mitzuerleben, während wir arbeiteten, war spannend.
Unsere Präsenz lud zum Gespräch ein. Kaum jemand ging vorbei, ohne zu kommentieren oder Fragen zu stellen. Viele, darunter viele Ältere, sind auch mit dem Rad stehengeblieben. Auch im Team kamen wir ins Gespräch: Radfahrlehrer:innen, die noch nicht so lange dabei waren, tauschten sich mit denen, die schon lange im Team waren, aus, während wir gemeinsam bauten.
Geschafft!
Am Samstagabend war es soweit: Die Grätzloase »SchuBli« stand. Wir saßen zusammen, tranken Bier, aßen Pizza – großartig! Alle, die dabei waren, waren begeistert – auch eine Anwohnerin gesellte sich dazu. Und die, die aus der Ferne Fotos sahen, freuten sich mit. Insgesamt wurden circa 700 Kilogramm Holz verbaut, 39 Schalungsplatten und 10 Staffeln à 3 Meter. Diese werden von 350 Schrauben zusammen gehalten auf einer Fläche von 8,55 auf 1,63 Metern.
Nachher:
– 12 Sitzplätze für Menschen – 10 um die Tische und 2 auf Hockern
– 1,8 m2 von 14m2 begrünt = 12%
– Radreparaturständer
Vorher:
– 2 Pkw-Stellplätze



Unsere erste Teamklausur mit Bauprojekt
„Am Anfang hatte ich keine Vorstellung, wie das am Ende aussehen würde“, sagte eine Radfahrlehrerin. Die meiste Zeit verbrachten wir mit dem Bau des Podests – der Basis der Grätzloase. Danach ging alles schneller als gedacht. „Es war schön zu sehen, wie Stück für Stück etwas entstand. Und plötzlich war sie da: Nicht nur eine Grätzloase, sondern ein Raum, den wir als Team geschaffen hatten.“ „Dass wir unsere Grätzloase als Teamklausur gebaut haben, fand ich großartig“, meinte ein anderer. „Es war sehr arbeitsreich, aber die Atmosphäre war durchweg positiv.“
Der Weg zum Ziel
Doch vor den zwei Bautagen lag ein langer Weg. Wenige Mitglieder trieben das Projekt voran. Auf den ersten Antrag folgte eine Absage. Das war im August 2025. Erst die Unterstützung des Bezirks brachte den Durchbruch. Der genehmigte Antrag motivierte uns, und weitere Radfahrlehrer:innen brachten sich ein und damit neuen Schwung.
Dieser neu geschaffene Raum passt perfekt zu Schulterblicks Philosophie des Miteinanders. Wo vorher zwei Autos parkten, können jetzt Menschen verweilen und ins Gespräch kommen, Räder repariert und Spiele gespielt werden.
Wo lässt sich Miteinander besser leben als an einem öffentlichen Ort, der für alle da ist?
Ein großer Dank geht an unser Team, besonders an jene, die das Projekt langfristig vorbereitet haben, und an alle, die mitgebaut haben. Danke auch an unsere Unterstützer:innen, vor allem die Bezirksvorstehung Mariahilf, die Lokale Agenda 21 und unsere Koopertionspartner:innen von Haus der Landschaft.
Save the date: Freitag 18. September
Wir nutzen und genießen die Grätzloase schon jetzt. Die offizielle Einweihung feiern wir mit unserem Jubiläum am Freitag, 18. September 2026. Kommt vorbei und feiert mit uns 15 Jahre Schulterblick! Hier ein Vorgeschmack auf das Programm:
- Check dein Fahrrad gemeinsam mit uns und stell die Fragen, die du schon immer stellen wolltest.
- Kinderprogramm
- Mach mit uns eine Grätzltour mit dem Rad und erkunde die Gegend.
- Rede übers Gute Miteinander im Straßenverkehr mit Robert, dem Gründer von Schulterblick – Die Radfahrschule.
- Getränke und Snacks gegen freie Spende
Um 15 Uhr geht es los bis 20 Uhr – Wir freuen uns auf euch!




















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